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Szenische Lesung:

 

"Abgeschnitten sind wir von allem Großen"

Karoline von Günderode und Bettine Brentano - eine Freundschaft

 

 

Der 3. Teil  der szenischen Lesungen  aus der Reihe „Hessische Dichter“ beschäftigt sich mit zwei bemerkenswerten Frauen

Karoline von Günderode und Bettine Brentano (später verheiratete von Arnim).                                

  

"Abgeschnitten sind wir von allem Großen" beklagen Karoline von Günderode und Bettine Brentano. 

Die beiden Frauen lebten kurz nach der französischen Revolution Anfang des 19. Jahrhunderts in Deutschland und fanden in der jeweils anderen

eine Ansprechpartnerin für ihre Gedanken und Gefühle.

Aus dieser Freundschaft entstand ein Briefwechsel, den Bettine (später "von Arnim") fast ein halbes Jahrhundert nach dem Austausch in einem

Briefroman verarbeitete.

 

Beide Frauen beklagen in ihren Briefen Dinge, die auch in unsere heutige Zeit passen könnten. Wenn die eher sachliche Karoline kritisiert, alles sei

"auf Gelderwerb und Macht gerichtet", und die "Sklavenkette des immer Mehr, immer Mehr, immer Mehr" ablehnt, fühlt man sich doch sehr an aktuelle Diskussionen erinnert.

Ähnliches empfindet Bettine, die beklagt, dass statt der lebendigen Natur nur noch nüchterne "Grundsätze" herrschten. Ihr Ansatz ist, die Menschen an

die naturgegebenen Gesetze und Schönheiten zu erinnern. Beide leiden außerdem darunter, trotz umfassender Bildung in der von Männern beherrschten Welt nicht als gleichwertig angesehen zu werden: "Das Leben ist uns aus der Hand genommen, es wird für uns gelebt."

 

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